Forschungsbord
Kooperative Forschungsprojekte
Die folgende Auflistung an Forschungsprojekten soll einen aktuellen Überblick über größere, kooperative Forschungsprojekte in der deutschsprachigen Skandinavistik, nordeuropäischen Geschichte und Politikwissenschaft vermitteln.
Die Laufzeit der Projekte beträgt mindestens ein Jahr. Im Regelfall sind sie drittmittelfinanziert oder basieren auf einer institutionalisierten Zusammenarbeit zwischen mehreren Instituten oder Abteilungen.
Alle diese Projekte haben eine eigene Website, die weiterführende Informationen bieten.
Informationen zu individuellen skandinavistischen Promotions- und Habilitationsprojekten finden sich auf der Webseite des Fachverbandes Skandinavistik unter »Forschung«.
Falls Ihr Forschungsprojekt die skizzierten Bedingungen erfüllt und es hier vorgestellt werden kann, kontaktieren Sie uns bitte unter cvd-nordeuropaforum_at_hu-berlin.de und senden Sie uns den Erfassungsbogen ausgefüllt zu.
Forschungsprojekte
Projekt | Graduiertenkolleg »Family Matters. Figuren der Ent-Bindung« |
Principal Investigators | Sprecherin: Susanne Lüdemann; stellvertretender Sprecher: Tobias Döring; skand. Beteiligung: Joachim Schiedermair |
Institutionelle Affiliation | Fakultät für Sprach- und Literaturwissenschaft, Ludwig-Maximilians-Universität München |
Drittmittelgeber | DFG |
Laufzeit | 1. April 2023 bis 31. März 2028 |
Inhaltliche Beschreibung | Das je epochen- und kulturspezifische (Selbst-)Verständnis von Familie wird weitgehend über kulturelle Leiterzählungen und ikonische Bilder verhandelt. Dabei erweist sich Familie nicht nur als elementares kulturelles Ordnungsmuster, sondern auch als basale Figur der (Ent-)Bindung, die zwischen Herkunft und Zukunft, Fremdbestimmung und Selbstbestimmung, Identifizierung und Entfremdung oszilliert und in deren Zeichen Literatur stets auch ihre eigenen Bindungs- und Lösungskünste (desis und lysis) mitverhandelt. Das Graduiertenkolleg will die literarischen Traditionen und Diskurse des Familialen erstmals epochen- und kulturübergreifend aufarbeiten. Dabei sollen auch kulturgeschichtliche Narrative einbezogen werden, die – obwohl wissenschaftlich längst widerlegt – den Mythos der bürgerlichen Kleinfamilie bis heute prägen. Die Arbeit an diesem Mythos ist umso nötiger, als Reproduktionstechnologien und neue Formen sozialer Elternschaft gegenwärtig zu einer Neubestimmung von Familie und Verwandtschaft herausfordern. |
Link | https://www.ndl5.germanistik.uni-muenchen.de/aktuelles/grako-family-matters/index.html |
Schlagworte | Familie als Ordnungsmodell, Narrative der Familienforschung, soziale Bindung und Entbindung, Literatur als Reflexionsmedium |
Projekt | Fan Mail to Danish Film Stars in the 1910s: Exploring the Agency and Practices of Early Film Fans |
Principal Investigators | Alice Alessandra Salamena, Stephan Michael Schröder |
Institutionelle Affiliation | Institut für Skandinavistik/Fennistik, Universität zu Köln; in Kooperation mit Dansk Film Institut, Kopenhagen |
Drittmittelgeber | DFG |
Laufzeit | 2024 bis 2027 |
Inhaltliche Beschreibung | The project investigates the emergence of film fans in the 1910s as well as the establishment and formation of early film fan practices. Instead of relying on third-party accounts about film fans, as has been done in research so far, the investigation makes use of two extensive collections of fan mail to the Danish actors Olaf Fønss and Clara Wieth from the 1910s in the Danish Film Institute. This globally unique source material, supplemented by fan mail to Betty Nansen, Asta Nielsen, and Valdemar Psilander, not only makes it possible to reconstruct the agency and practices of early film fans and their sociological, cultural, gender and age diversity. At the same time, the difference to the media representations of ›the‹ fan and his/her fandom provides insights into the functionalization of the discourse on fans and fandom in the respective cultural, social and media-historical context. |
Link | https://www.fanmail1910s.de |
Schlagworte | Fan Mail, Silent Film, 1910s, Fandom Research |
Projekt | Graduiertenkolleg »Literatur und Öffentlichkeit in differenten Gegenwartskulturen« (GRK 2806) |
Principal Investigators | Sprecher_innen: Dirk Niefanger, Antje Kley; skand. Beteiligung: Hanna Eglinger |
Institutionelle Affiliation | Philosophische Fakultät und Fachbereich Theologie, Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg |
Drittmittelgeber | DFG |
Laufzeit | 2022 bis 2027 |
Inhaltliche Beschreibung | Unter welchen sozialen, politischen, ökonomischen und medialen Bedingungen entsteht Literatur? Und welche Effekte hat Literatur auf die sie umgebenden Umwelten? Diesen Fragen widmet sich das Graduiertenkolleg »Literatur und Öffentlichkeit in differenten Gegenwartskulturen«. Es untersucht Gegenwartsliteraturen unterschiedlicher Sprachen und kultureller Räume seit 1945 in Hinblick auf sich wandelnde und fragmentierende Öffentlichkeiten. Dabei zeichnet es sich insbesondere durch seinen praxeologischen Literaturbegriff aus, der soziokulturelle Kontexte, politische Rahmenbedingungen, institutionelle Gegebenheiten, den Literaturbetrieb und das literarische Leben in die Analyse einbezieht. |
Link | https://www.literaturundoeffentlichkeit.phil.fau.de/ |
Schlagworte | Gegenwartsliteratur, Öffentlichkeiten, Strukturwandel, Literatur seit 1945, differente Gegenwartskulturen |